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Bartisworld.de Mario´s Bartagamenwelt |
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KrankheitenVor der Anschaffung von Bartagamen sollte man sich darüber erkundigen, ob es einen reptilienkundigen Tierarzt in der Nähe gibt. Ist dies nicht der Fall sollte man sich zumindest Gedanken machen, ob man bei einer Krankheit seiner Tiere eine weitere Strecke zum nächsten reptilienkundigen Tierarzt in Kauf nehmen möchte. Unter der Rubrik Reptilienärzte kann man eine Liste von reptilienkundigen Tierärzten, geordnet nach Postleitzahlen finden. Es ist wirklich wichtig, dass Reptilien auch von einem reptilienkundigen Tierarzt behandelt und untersucht werden. Zum Thema Krankheiten ist es weiterhin wichtig zu wissen, dass Bartagamen ihre Krankheiten so lange wie möglich verbergen, sich also so verhalten, als wären sie gesund. Hierdurch sollen mögliche Fressfeinde nicht den Eindruck eines geschwächten Tieres bekommen. Somit kann man die Krankheit seiner Tiere manchmal erst recht spät feststellen. Es ist also wichtig, ein Gespür für seine Tiere zu entwickeln, um kleinste Abweichungen ihres Verhaltens, welches auf Krankheiten schließen könnte, zu bemerken. Da sich jede Bartagame etwas anders verhält kann man kein Patentrezept hierfür geben. Eine komplette und länger anhaltende, dunkle Färbung einer Bartagame deutet aber z.B. darauf hin, dass sie sich nicht wohl fühlt. Schnelles handeln ist hier erforderlich. Leider würde die Aufzählung und Beschreibung aller möglichen Krankheiten, die sich unsere Tiere einfangen können, den Rahmen dieser Website sprengen. Folgend möchte ich jedoch die häufigsten Krankheiten von Bartagamen beschreiben: ParasitenParasiten holt man sich durch schlecht Reinigung des Terrariums, aber auch über schlechte Futtertiere. Befallene Bartagamen erkennt man daran, daß sie nicht mehr Fressen und die Augen sind in die Kopfhöle eingefallen. In solch einem Fall ist eine Kotuntersuchung unumgänglich, die fast jeder „normale” Tierarzt durchführen kann. Die Tiere bekommen ein Medikament, das schon nach wenigen Tagen wirken sollte. Während dieser Zeit sollte man das Terrarium nur mit Zeitungen auslegen, die man täglich wechselt und weiterhin muß das Terrarium und dessen Einrichtung sehr gründlich desinfiziert werden. Bei einem neu erworbenen Tier sollte man grundsätzlich eine Kotuntersuchung durchführen lassen, durch die man Parasiten oder irgendwelche anderen Schmarotzer entlarven kann. Flagellaten (Geißeltierchen)Diese Krankheit führt zu Abmagerung, die durch eine Darm- und spätere Nierentzündung hervorgerufen wird, die bis zum Tod des Tieres führen kann. Nachweisen lassen sich diese Geißeltierchen durch eine Kotuntersuchung, die von frischem Kot gemacht werden muß (schnelles absterben der Erreger). Behandeln kann diese Krankheit nur der Tierarzt durch gabe von Clont (Metrorinazol 50-100mg/kg). VerstopfungVerstopfung ist ebenfalls eine häufig auftretende Krankheit. Tritt diese einmalig auf, kann man die Tiere durch Baden in lauwarmen Wasser zum Abkoten bewegen. Tritt die Verstopfung häufiger auf, so kann es zum einen daran liegen, dass die Tiere zu viel Sand fressen, um ihren Kalziumbedarf zu decken. Hier stimmt dann also etwas mit der Kalziumversorgung (siehe Ernährung - Futter) nicht. Des Weiteren kann Verstopfung auch durch Darmparasiten hervorgerufen werden. Also sollte man einen Tierarzt konsultieren. RachitisUnter Rachitis versteht man eine Mangelerscheinung die meist bei Jungtieren auftritt, die durch zu geringe Kalkeinlagerungen in den Knochen durch Calcium oder Vitamin D3 Mangel entsteht. Aber auch eine zu geringe UV-Bestrahlung kann eine Ursache sein. Bemerkbar macht sich die Rachitis durch Beinverkrümmungen, Schwanzverformungen (Knicke oder Wellen) und Wirbelsäulenverkrümmungen. Behandeln kann man dies durch gabe von D-MULSIN Paste (aus der Apotheke), Vitamingabe und oder eine bessere UV-Bestrahlung (evtl. UV-Röhren austauschen ). Rachitis bildet sich nicht zurück, lediglich die Beweglichkeit der Gelenke kann unter Umständen wieder mittels ausreichender UVB-Strahlung und Zugabe von Vit. D3 wiederhergestellt werden. HäutungsschwierigkeitenHäutungsschwierigkeiten treten meist nur dann auf wenn etwas im Terrarium nicht stimmt. Ursachen für eine zu lange oder nicht vollständigen Häutung können sein:
Sind Häutungsschwierigkeiten vorhanden, kann man zunächst die oben aufgezählten Haltungsfehler verbessern und die Luftfeuchtigkeit während der Häutungsphase etwas anheben. Bei erheblichen Häutungsschwierigkeiten empfiehlt es sich das Tier zu baden. Diese Hautreste lassen sich aber problemlos mit der Hand und etwas Wasser (unter vorsichtigen Einmassieren) vorsichtig entfernen. Sollte keine Besserung auftreten, muss ein Tierarzt aufgesucht werden. NekrosenUnter Nekrose versteht man absterbendes Gewebe, das durch die Unterbrechung der Blutbversorgung zustande kommt. Ursache hierfür ist häufig eine unvollständige Häutung des Tieres, bei der hauptsächlich an den Zehen oder am Schwanz Hautreste hängenbleiben, die das Gewebe abschnüren. Entfernt man diese Haut nicht, führt dies unweigerlich zum Absterben des Gewebes und den Verlust des betroffenen Gliedmaßes (Schwanz, Bein). Da nun im befallenen Gewebe eine Entzündung entsteht, muß schnellstens ein Tierarzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen ist eine Amputation des Gliedmaßes die letzte Möglichkeit. Nieren- oder LeberschädenNieren- oder Leberschäden werden häufig durch Verfettung, also zu viel tierisches Futter verursacht. Man sollte immer darauf achten das die Ernährung ausgewogen ist, möglichst sollte das Verfüttern der Mehlwürmer und Zophobas vermieden werden. LegenotFindet ein trächtiges Weibchen keine geeignete Stelle um die Eier abzulegen, oder wird ständig durch uns oder andere im Terrarium befindliche Tiere gestört, kann es zur Legenot kommen. Trächtige Weibchen erkennt man zum einen an einer Zunahme des Körperumfangs und daran, dass sie beginnen das ganze Terrarium umzugraben, was dazu dienen soll, eine geeignete Eiablagestelle zu finden. Stellt man dies fest, sollte man eine Eiablagestelle schaffen. Eine Eiablagestelle sollte nicht direkt vom Licht bestrahlt sein. Des Weiteren sollte der Sand hier etwas feucht gehalten werden. Kann man eine solche Stelle nicht schaffen, so kann man eine große Plastikbox, gefüllt mit feuchtem Sand, ins Terrarium stellen. Diese Box sollte einen so großen Zugang haben, dass das Weibchen ohne Probleme hineinkommen kann. Die Box sollte so groß gewählt werden, dass die Bartagame ganz hinein passt und sich darin umdrehen kann. Wird das Weibchen während dieser Phase zu sehr vom Männchen gestört, so sollte man das Männchen bis zur vollendeten Eiablage aus dem Terrarium entfernen. Bei der Eiablage selbst sollte man das Weibchen ganz in Ruhe lassen, also auch nicht zuschauen. Auch nach der Eiablage sollte man dem Tier mindestens 3 Stunden Ruhe gönnen, es kann auch sein, dass das Tier während dieser Zeit noch weitere Eier legt. Legt ein Tier trotz Anzeichen einer Trächtigkeit nicht, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, denn ein Tier kann an der Legenot streben! Auch wenn kein Männchen vorhanden ist, kann es sein, dass Weibchen unbefruchtete Gelege produziert. MuskelzitternDiese Mangelerkrankung wird durch Vitamin B-Mangel hervorgerufen. Erkennen kann man dies durch Bein- und Schwanzzittern und später sogar durch "Fressunlust" und ganz extremes zittern des ganzen Tieres. Bei erkennen solch einer Erkrankung sollte man einen Tierarzt aufsuchen, der durch hochdosierte Vitamin B Verabreichung helfen kann. Fressunlust und AbmagerungNimmt ein Tier keine Nahrung mehr zu sich, sollte man sich folgende Fragen stellen:
Zieht sich die "Fressunlust" über einen längeren Zeitraum und das Tier magert ab, sollte man es mit „Zwangsfütterung” probieren, da das Tier sonst unweigerlich zu Grunde gehen würde. Am besten geht es mit Babynahrung in Gläsern wie z.B. Alete oder Hipp (Frühkarotten ohne Kartoffel und anderen beimischungen). Der Brei der auch mit Vitaminen versetzt werden kann, wird in die Spritze eingefüllt und diese wird dem Tier vorsichtig bis in den Rachen eingeführt. Tritt nun aber in den nächsten 5 Tagen keine deutliche Besserung ein, schnellstens zum Tierarzt. |
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