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Bartisworld.de Mario´s Bartagamenwelt |
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Das VerhaltenDa Bartagamen kaum Laute von sich geben können, kommunizieren sie fast ausschließlich über Gestik. Die vielen verschiedenen Verhaltensweisen der Tiere machen sie, zusätzlich zur schönen Erscheinung, so richtig interessant. Häufig benötigen wir keinen Fernseher mehr und schauen lieber zu den Tieren. Obwohl wir sie bereits mehrere Monate halten, zeigen sie uns immer wieder neue Verhaltensweisen. Die Tiere werden ihrem Pfleger gegenüber recht schnell zutraulich. Da es sich jedoch um Wildtiere handelt, sollte ein ständiges Herausnehmen aus dem Terrarium, Streicheln, oder Betätscheln unterbleiben. Ausflüge durch die Wohnung sollten nicht zugelassen werden. Gegen ein kurzzeitiges Entnehmen aus dem Terrarium haben wir jedoch keine Bedenken. Bartagamen können z.B. mit Hilfe ihres Zungenbeinapparates ihren so genannten Bart aufstellen, womit sie verschiedene Verhaltensweisen beim Gegenüber hervorrufen möchten. Paarungsverhalten:(Nackenbiss) Das Männchen verbeißt sich darauf im Nacken des Weibchens und versucht dabei seine Kloake unter die des Weibchens zu schieben, wonach der eigentliche Akt beginnt. Hecheln:Wird ihnen zu heiß, fangen Bartagamen an zu hecheln um sich so abzukühlen. Körper aufblähen:Bartagamen pumpen teilweise vor der Häutung ihren Köper kugelrund auf und scheinen fast zu platzen. Dies dient zur besseren und schnelleren Häutung. Wärme tanken:Um höhere Körpertemperaturen zu erreichen, färben sich Bartagamen dunkel, wodurch sie mehr Wärme durch das Licht aufnehmen können. Dies wird auch manchmal durch ein extremes Abflachen des Körpers unterstützt, wodurch sie breiter werden und somit dem Licht mehr Fläche bieten. Unwohl fühlen:Auch wenn sich Bartagamen unwohl fühlen, färben sie entweder den ganzen Körper oder nur Schwanzspitze und den Bart dunkel. Dies kann verschiedene Ursachen haben: Krankheit/Verletzung, Gewöhnung an ein neues oder neu gestaltetes Terrarium, Unterdrückung durch ein anderes Tier, Falsche Haltungsbedingungen, Falsche Behandlung durch den Pfleger, usw... Es ist ratsam zur Vorsorge eine Kotprobe bei einem Reptilienkundigen Tierarzt abzugeben. Graben:Das Graben im Sand kann auch verschiedene Ursachen haben. Dies kann auf ein trächtiges Weibchen hindeuten, was gerade dabei ist, eine geeignete Stelle für die Eiablage zu suchen. Auch beim Fehlen eines Männchens kann es dazu kommen, dass Weibchen unbefruchtete Eier produzieren. Sollte hier eine solche Eiablagestelle nicht vorhanden sein, droht Legenot. Um also den Grund für die Grabaktivitäten herauszubekommen, sollte man zusätzlich auf folgendes achten:
Kampf, Flucht, VerteidigungAdulte Bartagamen sind Einzelgänger und territorial veranlagt, was eine Haltung von mehreren Männchen in einem Terrarium unmöglich erscheinen läßt. In der Natur ist das ein kleineres Problem, da die Fluchtmöglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Im Terrarium haben wir dagegen nur ein begrenztes Raumangebot, was harte Revierkämpfe bei solch einer Vergesellschaftung zur Folge hätte. Es sind zwar Fälle bekannt, in denen auch mehrere Männchen erfolgreich zusammen gehalten wurden, allerdings ist das ein Risiko, da nach jeder Winterruhe die Rangordnung neu ausgefochten wird, die dann das ganze Jahr über beibehalten wird. So besteht jedes Jahr aufs Neue die Gefahr von Verletzungen. Das „stärkste” Tier in der Gruppe sichert sich den höchsten Ausschauplatz, von dem aus das Revier am besten zu beobachten ist. Die Rangordnung in der Gruppe wird durch das typische Bartaufstellen, kräftige Nickbewegungen des Kopfes und durch „Armdrehen” hergestellt. Das Nicken und Armdrehen ist aber auch im Balzverhalten der Tiere vorhanden. Fühlt sich nun aber ein Tier bedroht, verharrt es bewegungslos. Bringt das nicht den erwünschten Erfolg flüchtet die Echse. Wenn sich der Angreifer nun trotzdem weiter nähert, reißt sie ihr Maul weit auf und spreizt die mit Stacheln bestückte Kehle ab. Zusätzlich bläht sie sich auf und stellt sich quer zu ihrem Gegner, um somit größer und kräftiger zu erscheinen. Teilweise versuchen sie den Gegener auch durch einen Sprung nach vorne oder mit „Schwanzschlagen” einzuschüchtern. Wer diese diese Warnungen nicht ernst nimmt, muß damit rechnen, gebissen zu werden. Sind diese Symptome festzustellen, ist es durchaus möglich das zwei Männchen gehalten werden. Als Verletzungsvermeidung Empfehle ich diese Tiere zu trennen. Schlimmstenfalls kann eines der Tiere daran sterben. JagdWenn sich eine Bartagame auf der Jagd befindet, ist das fast so ein Schauspiel wie bei der Verteidigung. Wenn ein Futtertier entdeckt wurde, rennt die Echse flink bis auf ein paar wenige Zentimeter an die Beute heran und verharrt regungslos. Bewegt sich das Beutetier, wird es durch eine blitzartigen Attacke nach vorne gefangen. |
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